Startups der Energiewende: Lhings vernetzt die Geräte in der Cloud

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Lhings ist ein Startup aus Barcelona, in dem sich junge Forscher aus den Bereichen Physik, Elektronik oder Biomedizintechnik zusammen gefunden haben, um die mithilfe der Technologie des Internets der Dinge die Lebensqualität zu verbessern.

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18. März 2015
Startup, Energiewende, IoT, Smarthome

Als sechstes Unternehmen in der Reihe „Startups der Energiewende“ stellen wir Lhings im Interview vor. Alle hier präsentierten Startups beteiligen sich am Wettbewerb von „Code of the New“ – CODE-n, einer globalen Innovationsplattform für digitale Pioniere. Auf der CeBIT wird 2015 zum vierten Mal der CODE_n Award vergeben. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Into The Internet of Things” – IoT. Wir veröffentlichen alle Interviews unter dem deutschen Text auch in Englisch.

Lhings gehört zu den Startups der Energiewende, die sich der Vernetzung der Geräte zum „Internet der Dinge“ widmen. Das Unternehmen aus der katalanischen Metropole Barcelona hat eine innovative IoT Cloud-Plattform für Endverbraucher entwickelt, die es dem Nutzer ermöglicht, sich mit seinen Geräten über das Internet zu vernetzten und mit ihnen zu interagieren. So können die Geräte vom Nutzer selbst (und von anderen Berechtigten) ferngesteuert und mit Web-Anwendungen verbunden werden. Wir sprachen mit Agustin Navarro von Lhings.

DEZ-Blog: Können Sie unseren Lesern erklären, was Lhings kann und welche Vorteile es den Kunden heute und in Zukunft bringt?
Agustin Navarro, Lhings: Lhings ist eine Cloud-Plattform, mit der jeder Anwender über eine benutzerfreundliche Schnittstelle Dienstleistungen entgegennehmen und liefern kann. Das heißt, jeder kann ein Konto einrichten und sofort mit Produkten oder Dienstleistungen interagieren, die von anderen bereitgestellt werden. Er kann beispielsweise Song-Einstellungen im Audioplayer eines Freundes vornehmen und gleichzeitig seiner Familie Zugriff auf sein Türschloss geben.

Smarthome-Anwendungen brauchen einen hohen Sicherheitsstandard. Sie verbinden Ihr System über eine Cloud. Wie stellen Sie den Schutz vor dem Zugriff durch Unbefugte sicher?
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Eine Cloud muss immer die Integrität und die Authentifizierung der Kommunikation gewährleisten. In unserem Fall berücksichtigt die Architektur der Cloud die Sicherheit der Kommunikation, aber sie funktioniert auch so, dass jedes Gerät einem bestimmten Nutzer – seinem Besitzer – zugewiesen wird. Diesen Mechanismus, der unseren Nutzern erklärt wird, durchlaufen alle Geräte bei der Registrierung. Deshalb kann der Nutzer danach alle Schritte in vollständiger Sicherheit unternehmen, sogar das Gerät teilen.

Lhings, Startup, Energiewende, IoT

Wie kam die Idee zu Lhings auf?
Unser Kernteam kommt aus der Forschung und hatte vor Jahren mit der Konnektivität für medizinische Labore zu tun. Wir erkannten, dass man dieses Know-how auf alle möglichen Bereiche anwenden könnte und dass es dafür in unserem Alltagsleben unzählige Anwendungsmöglichkeiten gibt. Unsere Vision, die Leidenschaft für diese Idee und die Möglichkeit, das Leben von Menschen durch unsere Technologie positiv zu beeinflussen, waren die treibenden Kräfte für die Unternehmensgründung.

Welche persönlichen Erfahrungen hatte der Gründerkreis, der Ihr Unternehmen entwickelte? Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihren beruflichen Hintergrund und den Ihrer Kollegen.
Die Unternehmensgründer haben viel Erfahrung in der angewandten Forschung, sie haben Doktortitel in Physik, Elektronik oder Biomedizintechnik. Sie beschäftigen sich vor allem mit eHealth-Anwendungen, die mithilfe von Technologie die Lebensqualität verbessern sollen.

Fast alle großen Internetunternehmen kommen aus den USA. Sie hingegen kommen aus Spanien und die Konkurrenten von CODE_n kommen aus ganz Europa. Aus welchen Gründen schaffen Start-ups aus Europa den globalen Durchbruch nicht? Was müssen die Europäer ändern, damit sie in der digitalen Welt erfolgreicher werden?
Wir haben in Spanien die Erfahrung gemacht, dass die Menschen nicht für Innovationen empfänglich sind und dass es noch schlimmer ist, wenn die Innovation aus dem eigenen Land kommt. Sie glauben einfach nicht, dass man etwas verändern kann. Und das pflanzt sich dann fort, wenn einheimische Start-ups eine Finanzierung suchen. Traditionelle Investoren sehen nicht die Vision, sondern nur das Unmittelbare. Wir müssen an etwas glauben, Risiken eingehen und im großen Stil denken.


DEZ: Could you explain to our readers what Lhings is able to do and what advantages usage has for customers today and will have in the future?
Lhings is a cloud platform that allows anyone to receive and provide services from connected devices via a user-friendly interface. That means that anyone can simply create an account and begin interacting with products or services provided by others, such as setting songs in the music player of a friend while, at the same time, sharing the access of his doorlock with his Family.

Smart-home applications need high safety standards. As systems are linked via the cloud, how do you ensure protection from access by unauthorised parties?
Startup, Energiewende, IoT, BigdataThis is a very important issue. A cloud service must always ensure that the integrity and the authentication of the communications are guaranteed. In our case, the architecture of the cloud takes into account the security of communications, but also it works in such a way that every device is assigned to a specific user: its owner. This is a mechanism, abstracted to our users, that every device performs during registration. Therefore, the owner is able to perform any action, even the option of sharing it with all the security involved.

How did the idea for Lhings arise?
The core of our team is based around researchers who were involved years ago in developing connectivity for medical laboratories. Having the know-how and expertise, we realised it could be applied to anything – with innumerable applications in everyday life. Our shared vision, the passion for this idea, and also the possibility of having a positive impact on people’s lives through our technology were enough motivation for us to start the company.

Which personal experiences did you have as part of the founding group during the development of your company? Please tell something about the political backgrounds of you and your colleagues.
The company founders have a strong background in applied research, such as PhDs in physics and in electronics and biomedical engineering. Their main efforts have been focus on e-health applications, with the aim of improving the quality of life of people through technology.

Almost all great Internet companies are based in the US. You are from Spain, and the competitors of CODE_N are spread throughout the whole Europe. What are the reasons for the failure of start-ups from Europe in terms of making a global breakthrough? What do Europeans have to change to become more successful in the digital world?
From our experience in Spain, people are not receptive to innovation, and this becomes even worse when the innovation has been developed from the same country; they just don’t believe you can make a difference. This then becomes apparent when local start-ups are seeking funding. With traditional investors there is a lack vision, and all that remains is a sense of immediacy. We must believe, take risks and think big!

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